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 Betreff des Beitrags: Darkness Returns - Insulter , Felsenfeste , Lucem Ferre (21.02.2015)
#1BeitragVerfasst: 23. Feb 2015, 14:54 
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Für mich war es der erste Besuch im JUZ Burgholzhausen. Nachdem ich meinen Eintritt in Höhe von verträglichen 4,00 Euro entrichtet hatte betrat ich eine eher kleine , aber durchaus gemütliche Konzerträumlichkeit mit grossem Tresen . Letzteres war schon mal sehr angenehm denn man musste sich hier (wie leider viel zu oft in so kleinen Läden) zu keinem Zeitpunkt am Ausschank rumdrängeln. Innerhalb weniger Sekunden wurde man Getränkemässig versorgt. Der Bierpreis mit 2,00 Euro je 0,33 l ging auch in Ordnung.

Kommen wir zu den Akteuren. Die Position des Openers hatten Lucem Ferre aus Bad Homburg inne. Die Jungs sind mit Black Metal in einer Musikrichtung unterwegs die mir persönlich halt nicht so liegt . Das heisst nicht das ich damit rein gar nix anfangen kann. Ich habe genug Black Metal Bands gesehen, die ihre Sache echt gut gemacht haben und die dann auch einem sturen Thrasher , wie mir , durchaus ein wohlwollendes Kopfnicken abverlangen konnten . Dazu waren allerdings Lucem Ferre während der gesamten Vorstellung, zumindest bei mir, nicht in der Lage. Ich habe sowieso schon verdammte Schwierigkeiten einer Metal Band , deren Mitglieder durchgängig kurze Haare haben, zusehen zu müssen. Noch schlimmer gestaltet sich der Umstand dann auch noch bei so extremer Mucke. Damit hatten die Herrschaften bei mir also schon von vornherein einen anständigen Sack voll Minuspunkte abgestellt, den sie eben auch musikalisch nicht wieder leeren konnten. Bezeichnend dafür war auch, das Sänger/Bassist Abyss es wirklich fertig brachte während des kompletten Gigs nur die obere Saite seines Instruments zu bedienen. Mit der Qualität der vorgetragenen Kompostitionen sollte diese hochkünstlerische Spielweise im absoluten Einklang stehen . Ich fands ganz einfach langweilig , einigen wenigen im Saal schien es aber trotz allem zu gefallen. Naja , Geschmäcker sind eben verschieden.

Besonders gespannt war ich dann auf den Auftritt von Felsenfeste, einer noch extrem jungen Formation aus der hiesigen Gegend, die auf ihrer Facebookseite Einflüsse so illusterer Schwarzwurzelkapellen wie Behemoth, Mayhem, Bathory, Hades (Nor), Morbid, oder Immortal nennt. Hmmmm... nicht unbedingt die schwächsten Referenzen, die man sich da auf die Fahne geschrieben hat - jetzt war die Frage offen ob sie auch in der Lage waren dies live umzusetzen.

Ich will es gleich vorweg nehmen. Nein ! Da gibt es dann doch noch viel zu viele Ungereimtheiten. Ich möchte das mal folgendermassen beschreiben. In einen guten Pflaumenkuchen gehört der Teig und eben als fruchtige Geschmacksbetonung die Pflaumen. Felsenfeste mögen im Ansatz die Rezeptvorgaben auch beachtet haben, aber irgendwie schien ihnen der Gang durch Backstube so viel Freude zu bereiten, das man letztendlich alles was dort noch so an Zutaten herum stand mit in die Masse einrührte. Heraus kam als Resultat ein sogenannter Obstkuchen. Das muss jetzt nicht unbedingt heissen das der schlecht war, weisst aber darauf hin das ich das Gefühl hatte das die Truppe sich momentan noch ausprobiert, sprich dabei ist ihren Weg zu finden. Positiv viel mir auf das sie, im Gegensatz zur ersten Band, schon mal einen Bassisten präsentieren konnten, der doch tatsächlich auch mal zwei Saiten seines Instruments zum vibrieren brachte. Das war eine huntertprozentige Steigerung !!!

Sänger/Gitarrist Quarhodron wirkte noch ziemlich unsicher, teilweise sogar unbeholfen war aber sichtlich bemüht dies zu verbergen und machte seine Sache auch recht gut. Hier gefiel mir persönlich der teilweise wechselnde Gesangsstil, der geschickt an die jeweils laufende Mucke angepasst wurde. Das machte den gesamten Auftritt schon einmal abwechslungsreicher, als das was man zuvor von Lucem Ferre geboten bekam. Überhaupt wusste mir der Jungspund insbesondere bei den integrierten Thrash-Passagen zu gefallen. Gerade hier hatte die Band auch ihre stärksten Momente und sie schafften es mir auch mal eine Gänsehaut über den alten verrotteten Körper zu jagen, ja ich erwischte mich sogar dabei das ich unauffällig meinen rechten Fuss im Takt auf und nieder wippen liess. Leider waren diese Höhepunkte noch zu selten in den sowieso im allgemeinen recht kurzen Songs auszumachen. Da geht noch was , Herrschaften !!!

Zusammenfassend kann man der Band ein vorhandenes Potential nicht absprechen. Wenn man es schafft die eigene Kreativität in etwas geordnetere Bahnen zu lenken dürfte man auch seinen Weg finden. Ich persönlich sehe die Jungs definitiv im Old School Black/Thrash Metal am besten aufgehoben, wobei insbesondre letzterer Stil unbedingt mehr Einfluss in die Kompositionen bekommen sollte !!! Manchmal ist weniger mehr ... scheiss auf den Obstkuchen !

Kommen wir mit Insulter zum Headliner des Abends und dem eigentlichen Hauptgrund meines Besuchs dieser Veranstaltung. Ich will hier gar nicht lange um den Brei herumreden : Für mich gehört die Band mittlerweile zum Besten was die hessische Thrash-Szene zu bieten hat. Die Jungs erfinden mit ihrer Mucke weder das Rad neu noch sind sie übermässige Kreativbolzen. Eins ist jedoch unwiederlegbar - sie werden immer stärker !

Wenn ich mich an den ersten Auftritt anno 2008 in Frankfurt zurück entsinne und das mit dem vergleiche was heute hinter dem Namen Insulter steht , muss man neidlos eine nahezu perfekte Entwicklung anerkennen. Daran hat natürlich nicht zuletzt auch der Einstieg von Alcoholic Patrolator (gui) einen grossen Anteil. Wie der Typ mit dem Publikum kommuniziert ohne ein Wort zu sagen ist unschlagbar. Überhaupt stehen alle Musiker wesentlich sicherer auf der Bühne und man merkt ihnen zu jederzeit den Spass, an dem was sie da machen, an. Frontmann Unholy Masochist wütet sich stimmlich schwer gestärkt durch jeden einzelnen Song und versteht es dabei den Songtexten die nötige Aggressivität zu verpassen, ohne sich in überflüssige Kapriolen zu verzetteln. Ich hatte ständig das Gefühl von gezielt angebrachten Gesangsschlägen ausgeknockt zu werden. Richtig fett ist auch die mittlerweile immer häufiger angewendete Zweistimmigkeit, bei der Gitarrist Alcoholic Patrolator seine Vocalgranaten unterstützend mit auf's Schlachtfeld wirft. Gänsehaut pur !

Was sich bis hierhin bereits wie eine enthusiastische Lobeshymne liest muss auch bei Bassist Michi von Einst fortgeführt werden. Kein Scheiss ... der Mann benutzt alle vier Saiten seiner Bassgeige was mich zu der Bemerkung verleitet; nochmal eine hundertprozentige Steigerung zum Auftritt der Vorgängerband. Und wie sieht's mit dem Drummer aus ? Können wir hier was rummäkeln ? Fehlanzeige ... auch hier sitzt mit Infernal Firedemon mittlerweile kein Anfränger mehr hinter dem Schlagwerk. Ich bin mir nicht sicher ob der Mann, bei dem teilweise im Lichtgeschwindigkeit angesiedelten Tempo, das komplette Set tatsächlich fehlerfrei heruntergeprügelt hat, aber wenn nicht, dann hat er selbst die Aussetzer perfekt gespielt. Das muss man auch erstmal beherrschen.

Fazit: Insulter stehen anno 2015 als fest geformte Einheit auf der Bühne. Die Band hat ein unglaubliches Timing (was sie übrigens bei der stark eingeforderten , spontan verlängerten Zugabe eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte!!!) und weiss live, mehr denn je, zu überzeugen. Hier steht nicht nur Thrash auf der Verpackung sondern hier ist auch Thrash drin ! Ich hatte verdammt viel Spass und ziehe meinen Hut. :hutheben:

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 Betreff des Beitrags: Re: Darkness Returns - Insulter , Felsenfeste , Lucem Ferre (21.02.2015)
#2BeitragVerfasst: 23. Feb 2015, 22:09 
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auch hier nochmal danke für die sehr sehr lobenden worte (und das mit dem manowar cover lassen wir uns mal durch den kopf gehen)


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 Betreff des Beitrags: Re: Darkness Returns - Insulter , Felsenfeste , Lucem Ferre (21.02.2015)
#3BeitragVerfasst: 23. Feb 2015, 22:13 
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Unholy Masochist hat geschrieben:
(und das mit dem manowar cover lassen wir uns mal durch den kopf gehen)


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